← caspar FINANCE

Allgemeine Geschäftsbedingungen der Digital Network Solution GmbH für die Software „caspar FINANCE"

§ 1 Geltungsbereich und Vertragsgegenstand

1. Diese Bedingungen gelten für die Nutzung der Software „caspar

FINANCE" (nachfolgend „Software") der Digital Network Solution GmbH,

Königsallee 27, 40212 Düsseldorf (nachfolgend „Anbieterin").

2. Die Software richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne

des § 14 BGB. Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern findet nicht

statt.

3. Die Software ist ein Rechen- und Ordnungswerkzeug für

betriebswirtschaftliche Auswertungen, Planung und

Liquiditätsvorschau. Sie erbringt keine Steuerberatung, keine

Rechtsberatung und keine Wirtschaftsprüfung; sie erstellt keine

Buchführung und ersetzt keine Beurteilung durch die gesetzlichen

Vertreter des Kunden oder deren Berater.

§ 2 Leistungsumfang

1. Die Anbieterin stellt die Software als über das Internet nutzbaren

Dienst („Software as a Service") bereit. Der jeweils geschuldete

Funktionsumfang ergibt sich aus der Leistungsbeschreibung bei

Vertragsschluss.

2. Die Anbieterin darf die Software weiterentwickeln, soweit der

vertragswesentliche Funktionsumfang erhalten bleibt.

3. Datenhaltung und Verarbeitung erfolgen auf Servern in der

Europäischen Union.

§ 3 Pflichten des Kunden

1. Der Kunde hält Zugangsdaten geheim und sorgt dafür, dass nur

berechtigte Personen Zugriff erhalten.

2. Der Kunde ist für die Richtigkeit und Rechtmäßigkeit der von ihm

eingespielten Daten verantwortlich, insbesondere für die Herkunft

der Buchhaltungsdaten.

3. Der Kunde prüft Auswertungen vor geschäftlichen Entscheidungen auf

Plausibilität. Die Software kennzeichnet Befunde und

Prüfungsergebnisse; deren Würdigung obliegt dem Kunden.

§ 4 Vergütung

1. Die Vergütung richtet sich nach dem gewählten Plan gemäß der

Preisübersicht unter casparfinance.de/preise.html in der bei

Vertragsschluss gültigen Fassung; alle Preise verstehen sich

zuzüglich Umsatzsteuer.

2. Die Abrechnung erfolgt monatlich im Voraus über den

Zahlungsdienstleister Mollie B.V. Eine Einrichtungsgebühr fällt

nicht an.

3. Der kostenlose Testzeitraum endet automatisch; eine Zahlungspflicht

entsteht erst mit ausdrücklicher Planbuchung.

§ 5 Vertragslaufzeit und Kündigung

1. Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit und ist mit einer Frist von

einem Monat zum Monatsende kündbar.

2. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung bleibt unberührt.

3. Nach Vertragsende stellt die Anbieterin dem Kunden seine Daten auf

Anforderung in einem gängigen, maschinenlesbaren Format zur

Verfügung; anschließend werden sie nach Ablauf der gesetzlichen

Fristen gelöscht.

§ 6 Haftung

1. Die Anbieterin haftet unbeschränkt für Vorsatz, grobe Fahrlässigkeit

sowie für Schäden an Leben, Körper und Gesundheit.

2. Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet die Anbieterin nur für die

Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) und

begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden.

4. Die Software liefert Rechenergebnisse auf Grundlage der vom Kunden

eingespielten Daten. Für unternehmerische Entscheidungen, die der

Kunde auf Auswertungen stützt, trägt der Kunde die Verantwortung

nach Maßgabe von § 1 Abs. 3 und § 9.

§ 7 Verfügbarkeit und Wartung

1. Die Anbieterin bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit des Dienstes.

2. Geplante Wartungsarbeiten werden, soweit möglich, außerhalb üblicher

Geschäftszeiten durchgeführt und vorab angekündigt.

§ 8 Datenschutz und Auftragsverarbeitung

1. Die Parteien schließen einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach

Art. 28 DSGVO; er ist Bestandteil des Vertrags.

2. Eine Liste der Unterauftragsverarbeiter mit Sitz und Aufgabe wird dem

Kunden bereitgestellt und bei Änderungen aktualisiert.

§ 9 Keine Fortführungsprognose, keine Krisenberatung

1. Die Software kann eine Zahlengrundlage für die Finanzplanung im

Sinne einer Fortführungsprognose (§ 19 Abs. 2 InsO) bereitstellen.

2. Die Beurteilung der Fortführungsfähigkeit sowie insolvenzrechtliche

Einschätzungen sind nicht Leistungsgegenstand. Sie obliegen den

gesetzlichen Vertretern des Kunden und deren rechtlichen und

steuerlichen Beratern.

3. Die Software gibt keine Empfehlungen zu Insolvenzantragspflichten

und ersetzt keine Beratung in der Krise.

§ 10 Schlussbestimmungen

1. Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.

2. Gerichtsstand ist, soweit zulässig, Düsseldorf.

3. Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt der Vertrag im

Übrigen wirksam.

Stand: 31. August 2026. Digital Network Solution GmbH, Königsallee 27, 40212 Düsseldorf.